119. Sitzung des Abwasserzweckverbandes Neuried-Schutterwald

Im Rathaus in Schutterwald fand die 119. Sitzung des Abwasserzweckverbandes Neuried-Schutterwald statt. Dem Betriebsbericht der beiden Leiter der Kläranlage Ralf Strosack und Daniel Kuderer war zu entnehmen, dass 2017, auch bedingt durch die Grundwasserabsenkung beim Bau des neuen Altersheims in Schutterwald, mit 1.07 Millionen Kubikmeter etwa 180.000 Kubikmeter Abwasser weniger bei der Kläranlage ankamen. Bei den sechs qualifizierten amtlichen Stichproben im Jahr wurden die erklärten Ablaufwerte weit unterschritten.

Aus dem Frisch- und Überschussschlamm wurde im Faulbehälter 182652 Kubikmeter Gas erzeugt, die in 345696 Kilowatt Strom und 466731 Kilowatt Abwärme umgewandelt wurden. Die auf dem Dach der Gebläsestation intallierte Photovoltaikanlage hat 27308 Kilowatt Strom erzeugt. Der Gesamtstrombedarf der Anlage von 616913 Kilowatt wurde mit 242674 Kilowatt vom E-Werk bezogen und durch das Blockheizkraftwerk mit 274239 Kilowatt gedeckt.

Es fielen 713 Tonnen Klärschlamm an, nach der Trocknung in der Zentrifuge wurden 183 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse über den Zweckverband Klärschlammtrockung Nördlicher Ortenaukreis entsorgt. An Rechengut fielen 81 Tonnen und rund 2,8 Tonnen Sand an. Die Kläranlage hat 636 Kubikmeter Fäkalien, ein Kubikmeter Fett und 66,8 Kubikmeter Maische aufgenommen.

Auch 2017 hat das Personal der Kläranlage gut gearbeitet, es traten keine nennenswerten Störfälle auf.

Gewässerschutzbeauftragter Peter Steinert berichtete, dass die Anlage den Anforderungen entspricht und das Personal sehr fachkundig ist. Das hätten Kontrollen der Funktionsfähigkeit und eines geordneten Klärwerksbetriebs einschließlich der Eigenkontrollen gezeigt. Wie Steinert weiter auführte, läuft die wasserrichtliche Erlaubnis des Ortenaukreises zur Einleitung der mechanisch-biologisch geklärten Abwasser in den Mühlbach 2018 aus. Es mussten frühzeitig Konzepte entwickelt werden, um einen neuen Antrag zu stellen. Auch ein gewässerökologisches Gutachten ist in Auftrag gegeben.

Die derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen für die Abwasserreinigung und die Anforderungen an den Gewässerschutz wurden voll erfüllt. Die Reststoffentsorgung liege im Rahmen der gesetzlichen Bestimmung, es gebe keinen Anlass zu Beanstandungen. Die dezentrale Abwasserbeseitung erfolgt ordnungemäß. Die Untersuchungen der Schmutzwasserkanäle und der öffentlichen Hausanschlussleitungen seien bis auf den Ortsteil Ichenheim abgeschlossen. Bei der Kanalkontrolle sei man in der Phase II (Wiederholungsprüfung). In beiden Verbandsgemeinden wurden Kanäle von innen mit Robotertechnik und teilweise durch Aufgrabungen saniert. Innerhalb des Verbandsgebiets werden derzeit zwei Kleinkläranlagen und 28 geschlossene Gruben betrieben, deren Entsorgung und Überwachung ebenfalls zu den Verbandsaufgaben zählen.

Der Abwasserverband betreibt derzeit im Verbandsgebiet 28 kleinere Einzelpumpwerke für Schmutzwasser, neben dem Schmutzwasserpumpwerk Müllen. Auch die drei Regenwasserhebewerke Dundenheim, Kohlgasse ichenheim und Haselweg Altenheim werden vom Abwasserverband überwacht und gwartet. Die alterbedingte Erneuerung der Pumpen wird kontinuierlich weitergeführt.

Der Vorsitzende Bürgermeister Martin Holschuh stellte Tobias Bühler als einen neuen Mitarbeiter des Abwasserverbandes vor und lud aus Anlass 40 Jahre Gründung des Abwasserverbandes zu einem Sektempfang und kleinen Imbiss ein.

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