32 Jahre Peru-Gruppe

Neuried-Ichenheim (df). Ein kleiner Ort in den  Anden in Peru ist vielen Neuriedern längst gut bekannt: Seit 32 Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen Recuay  und den Katholischen Pfarrgemeinden Ichenheim, Dundenheim und Schutterzell (Seelsorgeeinheit Schutterwald-Neuried-Hohberg).  Mit einem ökumenischen Gottesdienst am Samstag 18.02.2021,  soll um 18 Uhr in der katholischen St. Nikolaus-Kirche in Ichenheim der 32. Partnerschafts-Geburtstag gefeiert werden. Die Besucher des Gottesdienstes werden gebeten, die aktuell gültigen Corona-Hygienevorschriften zu befolgen.

Als die Geburtsstunde für die Partnerschaft wird ein Briefkontakt am 19. Februar 1990 angesehen. Damals gingen die Briefe von der hiesigen Pfarrgemeinde noch zuerst an die Erzdiözese Freiburg – und von dort zum Bischof in Huaraz, wo ihn der Pfarrer von Recuay dann abholte.

Auch wenn die finanzielle Hilfe für die in wesentlich schlechteren Verhältnissen ohne soziale Absicherung lebenden Südamerikaner wichtig waren, so standen doch stets die Kommunikation und Freundschaft bei dieser Partnerschaft im Mittelpunkt. Miteinander unterwegs sein über Kontinente hinweg und die Freundschaft auf der Basis des Evangeliums.

 

Aus anfänglichen Briefkontakten entstanden bei inzwischen 123 gegenseitigen Besuchen – zuerst nur von Deutschland, später auch von Peru aus -, enge Verbindungen und Freundschaften. Der Motor dafür ist die hiesige Peru-Gruppe, die viele Aktionen organisiert und dabei immer Unterstützung in der katholischen Pfarrgemeinde  findet, die beispielsweise auch an der der politischen Aktion „Entwicklung braucht Entschuldung“ teilnahm. Da viele Mitglieder der Peru-Gruppe auch im „Globus“-Weltladen Neuried aktiv sind, unterstützt dieser mit Spenden die medizinische Hilfseinrichtung MCP Huaraz in dem südamerikanischen Land. Zu den zahlreichen Projekten, die dank der Partnerschaft in Recuay verwirklicht werden  konnten, zählen unter anderem  die Einrichtung einer Bibliothek , die Unterstützung von Alten und Kranken, die  Einrichtung einer Gemeinschaftsküche  (Comedor) aber auch die Beteiligung an der politischen Aktion „Entwicklung braucht Entschuldung“ sowie  von Neuried aus zusammen mit Amnesty International über 30 Eilaktionen bei Menschenrechtsverletzungen in Peru.

 

Ursprünglich sollten 2020 Jubiläumsfeierlichkeiten mit gegenseitigen Besuchen stattfinden, aber wegen der Corona-Epedemie wurde alles abgesagt. Da die Folgen der Corona-Pademie in Peru besonders schlimm waren, wurden von Neuried aus dank großzügiger Spenden die Menschen in Recuay mit Lebensmitteln für die Ärmsten, Alten und Kranken versorgt.

 

Die Peru-Gruppe hier und die Deutschlandgruppe in Recuay hoffen, dass die Pfarreiangehörigen diese Partnerschaft zwischen den Pfarreien auch in Zukunft mittragen, damit der Wunsch in Erfüllung geht, dass die Partnerschaft mehr Zukunft als Vergangenheit hat.

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