Jahreshauptversammlung des BLHV Ortsverbandes Neuried

Rückblick auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr

Neuried (df) Auf ein arbeits- und ereignisreiches erstes Jahr konnte der neugegründete BLHV Ortsverband Neuried in der Jahreshauptversammlung, der aus den vier Ortsverbänden Altenheim, Dundenheim, Ichenheim und Schutterzell entstanden ist, zurückblicken. So führte man im November zum besseren Kennenlernen ein gemütliches Beisammensein mit einem Martinsessen mit regionalen Spezialitäten durch. Im Gasthaus Schwanen richtete man zusammen mit dem Kreisverband eine Veranstaltung zum Thema Mindestlohn und in der Lindenfeldhalle einen Ackerbautag aus, welche beide sehr gut besucht waren. Außerdem unternahm man eine Informationsfahrt zum EDEKA Fleischwerk in Rheinstetten, zum Obst- und Gemüsebaubetrieb Querfeldein in Lichtenau-Ulm und zur Landmaschinenfabrik Rauch.
Über eine solide Kassenlage konnte Rechner Daniel Spengler berichten. Mit der Silbernen Ehrennadel des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes ehrten Vizepräsident Karl Silberer und Bezirksgeschäftsführer Otmar König, Ortsvorsteher Ralf Wollenbär und dankte ihm für 14 jährige Tätigkeit als Ortsvorsitzender, einige Jahre im Kreisvorstand und seit der Gründung im letzten Jahr im Vorstand des Ortsverein Neuried. Er habe in seiner Tätigkeit viele Impulse und Ideen eingebracht, so Silberer, er hoffe dass dies auch in Zukunft so bleibt, wenn er sein Amt abgibt. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Georg Hosch gewählt.
Nächster Punkt war der sich in Planung befindende Neurieder Buure Radweg, dessen Entwurf Vorsitzender David Mild vorstellte. Hier soll die pflanzliche und tierische Produktion gezeigt, mit Grundinformationen auf Hinweisschildern erklärt und mit einem Logo und einer App auf der Homepage beworben werden. Dieser Buure Radweg soll bis im nächsten Jahr spätestens zur 950 Jahrfeier Ichenheim am 1.und 2. Oktober seiner Bestimmung übergeben werden. In diesem Jahr findet am Sonntag, 20. September 2015, 11 bis 17 Uhr ein Tag des offenen Hofladens statt. Wer sich noch beteiligen will, sollte sich bis spätestens 15. April bei Gemeindeverwaltung Neuried, bei Klaus Person, anmelden. In diesem Jahr will man sich am Neurieder Sommerferienprogramm beteiligen und im Herbst soll wieder das Martinsessen stattfinden.
Vizepräsident Karl Silberer überbrachte die Grüße des Verbandes und meinte man sei stolz auf den neuen Ortsverband, der mit seiner jungen aktiven und dynamischen Vorstandschaft seinesgleichen sucht. Er dankte für die vielen Ideen und Aktionen, und auch für die Ausrichtung der beiden Veranstaltungen.
Weiter wies er auf die am Montag stattfindende Demonstration hin, bei der gegen die unerträgliche Bürokratisierungswut, Dokumentationspflicht und Auswüchse beim Mindestlohn demonstriert wird.
Bürgermeisterstellvertreter Peter Heuken, der die Grüße von Bürgermeister Jochen Fischer überbrachte, meinte: "Was wäre, wenn es keine Landwirte mehr in Neuried gäbe ? Die Ortschaften würden veröden, die Natur würde verwildern". Er hoffe, dass dies nicht passiert, wünschte gute Aussaat, eine gute Ernte und faire Preise, und der jungen Vorstandschft weitehrin viele Ideen und eine glückliche Hand.
Im Punkt Verschiedenes wurden die Feldwege, deren Sanierung und pflegliche Behandlung angesprochen. Wie Ortsvorsteherstellvertreter Gerhard Moser ausführte, hat die Gemeinde 25.000 Euro für die Anschaffung eins Gräters im Haushalt eingestellt, die Landwirte werden mit in Sanierung der Wege eingebunden. Die Verantwortung wird den Ortschaftsverwaltungen übertragen. In jedem Ortsteil wird einem oder zwei Landwirten mit entsprechendem Traktor die Arbeit überragen. Angemahnt wurde weiter, die Bankette mindestens 50 Zentimeter breit stehen zu lassen.
In Zeiten der stetig wachsenden Landwirtschaft und neuer Rahmenbedingungen durch die Agrarreform hatte der BLHV Neuried, Rolf Zimmermann zu Gast. Bei dem zweistündigen Vortrag ging es hauptsächlich um Bodenleben, Mikroorganismen und einen bewussten Umgang mit der Ressource Boden. Ein Minimum von 3% organische Substanz (Dauer- und Nährhumus) setzt er voraus um den Boden vital zu erhalten. Wer Fäulnis sät wird Fäulnis ernten! Mit dieser Aussage hat er sich gegen den Einsatz von Ammonium Düngemitteln gestellt. Im Zuge der Nitrifikation entstehen Fäulnisbakterien, welche leicht ins Grundwasser ausgewaschen werden. Sein Ansatz ist der Einsatz von Aminosäuren für eine gesunde Pflanzenernährung. Besonders hat er den Einsatz vergärter organischer Materialien empfohlen. Wer nähere Informationen zum Einsatz von effektiven Mikroorganismen oder zur Verbesserung des Bodenlebens möchte ist herzlich eingeladen sich näher unter http://em-bw.de/zu informieren.

BLHV Ortverein Neuried
Gegründet 27.3.2014
Vorsitzender David Mild Tel. 07807/ 579

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