Landesschau unterwegs

Neuried (df) Ein Aufnahmeteam des Südwestrundfunks aus Freiburg war mehrere Tage in Neuried um Aufnahmen für die Sendung Landesschau unterwegs zu drehen, welche am Samstag 1. August 18.15 Uhr im dritten Programm des Südwestrundfunk zu sehen ist. Begonnen wurde am 9. Juni mit der Begehung des Auenwildnispfad von dem das ganze Team begeistert war. Es folgte am 12, Juni ein Besuch bei der Fischzucht Anselm in Altenheim wo Moderatorin Kristin Haub auf dem Altrhein im Nachen dabei war, auch Fische putzte und ausnahm was ihr beides viel Spaß machte.

Am Sonntagmorgen war das Aufnahmeteam beim Gottesdienst im Freien der Evangelischen Emmaus Gemeinde Neuried in Dundenheim dabei.

Am 15. Juni war der Steinmetzbetrieb von Claudia Winkler Ziel des Teams. Claudia Winkler stellte ihren Betrieb vor, Im Betrieb vor, in dem von Claudia Winkler gefertigtes Bettgestell aus Stein zu sehen ist. Anschließend begleitete die Moderatorin Claudia den Friedhof wo diese ein von ihr Gestaltetes Grabkreuz installierte. Die Fußballsocceranlage in Dundenheim war am 16 Juni Ziel des Aufnahmeteams. Hier zeigte die Moderatorin, dass sie auch mit dem Ball umgehen kann. Zum Abschluss der Dreharbeiten ging es ins Gasthaus Löwen in Ichenheim. Zuerst in den Globus Weltladen, wo das Team der Ladenhüterinnen Petra Roth und Franziska Siegenführ begrüßt wurden. Petra Roth gab kurz einen Rückblick auf über 20 Jahre Weltladen. Fast 15 Ladenhüterinnen betreuen ehrenamtlich. Das Projekt wird von einem Förderverein getragen ursprünglich war der Laden im Saal des Löwen, Leider verstarb vor ein paar Jahren die Mitbegründerin des Vereins und des Weltladens und Mitbesitzerin des Löwen Gisela Knappmann die den Laden stark unterstütze, Neuried ist Fair Trade Gemeinde dies ist mit ein Verdienst des jetzigen Bürgermeisters Jochen Fischer. Im ehemaligen Ökonomiegebäude betreibt Christof Mayer eine Schreinerei, die in der Haltbarkeit oberste Priorität besitzt. Er fertigt auch ausgefallene Möbel wie Klavierstühle und anderes. Danach ging es ins Gasthaus wo die Mitbesitzerin des Löwen Waltraud Walter über die Geschichte des Gasthauses berichtete. Der erste erfassbare Löwenwirt war 1575 Theobald Roh. Er war gleichzeitig Lehenmeister des Klosters Gengenbach. Aus einem Erblehenbrief weiß man, dass er bei der Zerstörung des Fronhofes ums Leben kam, leider ist sein Todesjahr nirgends erwähnt. Seine Witwe führt das Wirtshaus eigne Jahre weiter.

Ihr folgte der Löwenwirt Bartholomäus Wuntennast. Als dann die Gemeinde von Abt Roman mit dem halben Teil der Fronthofgüter belehnt wurde kam mit Matthäus Mertzheimer ein neuer Wirt auf den Löwen, Er ist im Ortssippenbuch als Bäcker, Weißbeck und Gastgeber zum roten Löwen. Ihm folgt als Löwenwirt Stephan Derendinger und sein Sohn Jakob auch er ist nebenberuflich Bäcker. 1804 übernimmt Bernhard Derendinger den Löwen und kann 1812 die Fronthofgüter seines Vaters vom Staat für 2421 Gulden als Eigentum erwerben 1823 heiratete seine Tochter Luise den Metzgermeister Franz Wöhrle, Sohn des Ochsenwirtes in Ortenberg, der schon im Alter von 41 Jahren stirbt. Seine Witwe heiratete 1841 den Postassistenten Franz Josef Müller aus Offenburg, der 1843 vom Bezirksamt Lahr als Postexpidor in Ichenheim verpflichtet wird. Nach seiner Einheirat übernimmt er die Posthalterei vom Schwanenwirt Karl Wilhelm Derendinger, welcher sein Dienstverhältnis mit der Post gekündigt hatte. Franz Josef Müller hat für die Übernahme der Post einen schlechten Zeitpunkt gewählt. Er beklagt sich bei der Post und will nur weiter machen, wenn sein Gehalt auf 100 Gulden erhöht wird.

Seine Klage wird abgelehnt und er gerät in den Verdacht an der badischen Revolution teilgenommen zu haben, sodass er 1849 aus dem Postdienst entlassen wurde. Müller stand am Rande des Ruins und stirbt 1854. Seine Frau und Kinder wanderten nach Amerika aus. Mit Carl Stiegler aus Ortenberg kommt 1858 ein neuer Wirt auf den Löwen. Er gibt allerdings eine kurzes Gastspiel, denn und verkaufte den Löwen bereits 1861 wieder an den vormaligen Hechtenwirt Johann Valentin Deuchler, Sohn des Johann Valentin Deuchler Mühlenbesitzer aus Plobsheim. Nachfolger Karl Deuchler stellte 1889 einen Bauantrag zwecks Errichtung eines Tanzsaales der nach Auskunft der inzwischen verstorbenen Mitbesitzerin des Löwen schon 1890 erbaut und 1920 abgebrannt ist. Ihr Großvater Karl Friedrich Deuchler heiratete 1920 Frieda Biegert , welche aus dem Gasthaus Schwert in Dundenheim stammte. Zusammen mit seiner Frau erbaute er 1928 mit der Badischen Hallenbaugesellschaft und Architekt Karl Meier den heutigen Löwensaal

 

in seiner jetzigen avantgardistischen Form. Nach dem Tod Karl Deuchlers 1965 führt seine Frau Frieda das Lokal das im ganzen Ortenaukreis und darüber hinaus bekannt und beliebt war noch eigne Jahre weiter. Danach konnte ein völlig ungeeigneter Pächter, den guten Ruf des Löwen nicht halten. Nach dessen Abgang übernahm Frieda Deuchler wieder das Gasthaus um dessen guten Ruf wieder herzustellen.

Mit ihrem Tod endete die Ära Deuchler im Löwen. Er bleibt aber im Besitz der drei Enkelinnen. Und wurde an unterschiedliche Pächter vergeben.Seit Jahren ist der Globus Weltladen im Löwen beheimate. Im Löwensaal hält der Kulturverein Läwe im Lewe seine Veranstaltungen ab.

Das das Lokal für

 

Feinschmecker und außerdem für Familien feiern und ähnliches geöffnet

 

Im Anschluss daran erläuterten der jetzige Pächter Daniel Puff und sein Mitarbeiter Tobias Geiser ihr Konzept, Mit einem Konzert von Claus-S für geladene Gäste klangen die Dreharbeiten harmonisch aus. Zu erwähnen ist ,dass Moderatorin Kristin Haub bei der Fahrt durch Ichenheim in der Hauptstraße bei einem Uralten Haus anhielt und Juliane Prieberg traf die dieses Haus einigermaßen herrichtete.

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