Langjähriger Ichenheimer und Dundenheimer Pfarrer Diethelm Bühler in Freiburg verstorben

(df). Große Anteilnahme hat in Ichenheim und Dundenheim die Nachricht vom Tod des Pfarrers i. R, Diethelm Bühler ausgelöst. Mit Glockengeläut an den evangelischen Kirchen wurde in den beiden Dörfern am Samstagabend des beliebten Geistlichen gedacht.

Bühler war von 1970 bis 1984 Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Ichenheim/Dundenheim gewesen, die heute zusammen mit Schutterzell die Evangelische Emmausgemeinde Neuried bilden.

Pfarrer i. R. Diethelm Bühler war am Ostersonntag im Alter von 91 Jahren im Kreis seiner Familie gestorben und wurde in Freiburg beigesetzt, wo er zuletzt gelebt hatte. Auch wenn sein Wirken in Ichenheim und Dundenheim fast vier Jahrzehnte zurücklag, waren die Verbindungen in die Rieddörfer nie abgerissen. Gemeinsam mit seiner Frau Gerda und seinen hier aufgewachsenen Kindern hatte er all den Jahren Freundschaften gepflegt und war mit seiner Frau ein gern gesehener Gast bei besonderen Anlässen wie Kirchweihfesten und Jubiläen.

„Pfarrer Bühler bleibt Vielen als ein sehr beliebter engagierter, ruhiger und den Menschen zugewandter Theologe in Erinnerung“, heißt es in einem Nachruf der Evangelischen Emmausgemeinde Neuried. Durch sein großes Interesse an einem lebendigen Gemeindeleben hatte er für einen regen theologischen Austausch in den Gruppen und Kreisen der Gemeinde gesorgt und immer wieder Seminare für die Erwachsenenbildung und Freizeiten organisiert.

Die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde Dundenheim/Ichenheim unterstützte er stets mit ganzem Herzen und er traute den Jugendleitern viel zu, beispielsweise auch, dass sie eigene Gottesdienste gestalteten. Ein besonderes Anliegen war ihm auch die Förderung der Partnerschaft mit der evangelischen Kirchengemeinde im brandenburgischen Lögow. Dort war in jener Zeit sein Studienkollege Lüdersdorf als Pfarrer tätig. Bühlers Engagement ließ die Partnerschaft zwischen den damals noch durch den Eisernen Vorhang getrennten Kirchengemeinden in Ost und West neu aufleben. Er regte Brieffreundschaften und Kontakte an und organisierte Treffen in Berlin und sogar in Lögow. Persönliche Beziehungen, die damals geknüpft wurden, bestehen noch heute.

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