Ökomenischer Peru-Gottesdient

(df) Die Bewahrung der Schöpfung und der Umgang miteinander standen am Samstag im Mittelpunkt eines bewegenden ökumenischen Peru-Gottesdienstes, der unter dem Leitgedanken stand „Es geht. Anders“ . Pastoralreferentin Petra Zeil rief in ihrer Predigt dazu auf, Gott und den Nächsten zu lieben und gemeinsam für eine Erde zu arbeiten, in der alle gut leben können.

Ungefähr 70 Besucher waren bei mildem Spätsommerwetter zu diesem ökumenischen Gottesdienst im Hof von Volker Schnebel neben dem katholischen Pfarrhaus gekommen. Marita Wendle von der Peru-Gruppe erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass wegen der Corona-Pandemie 2020 und 2021 die Peru-Gottesdienste mit dem anschließenden Fastenessen nicht durchgeführt werden konnten. Sie freute sich darüber, dass nun im Freien wieder ein Gottesdienst möglich war.

Pastoralreferentin Petra Zeil war 2003 erstmals in der Partnergemeinde in Peru und zeigte in ihrer Predigt an einigen Beispielen, wie ein Leben in einer andren Kultur anders gehen kann. Trotz aller Unterschiede gebe es aber viel mehr Gemeinsames, als Trennendes. Als vor 31 Jahren die Partnerschaft zwischen den katholischen Kirchengemeinden aus Ichenheim/Dundenheim und Recuay begann, ging es vor allem darum, Hilfe zu leisten. Inzwischen sind viele Freundschaften entstanden, die stetig gewachsen sind und ein wichtiges Thema ist die Bewahrung der Schöpfung. Das katholische Hilfswerk Misereor steht in diesem Jahr unter dem Motto „Es geht. Anders.“. Die Pastoralreferentin regte an, dass auch in der Kirche einiges anders gehen muss und Jesus Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen und untereinander in den Mittelpunkt gestellt wird. Wer anderen, die es nicht so leicht haben, helfe, trage zu einer Gesellschaft bei, in der niemand zurückbleibe. Es gelte, gemeinsam für eine Erde zu arbeiten, auf der alle gut leben können.

Winnfried Wendle erinnerte mit auf einer Leinwand gezeigten Fotos und dem Verlesen der Namen an die vielen Freunde aus der Partnergemeinde in Peru, die die seit Beginn der Pandemie an Corona gestorben waren.

Bei dem Gottesdienst wirkten auch Norbert Herrmann mit, der das Kyrie las sowie  Karen Nußbaum und Josef Zeil die die Fürbitte vortrugen.

Marita Wendle wies abschließend darauf hin, dass in Peru die Corona-Pandemie nicht nur die Gesundheit gefährdet, sondern auch ein großes Hungerproblem geschaffen habe. Dank vieler hiesiger Spenden konnten Lebensmittel auch in abgelegenen Dörfern verteilt werden.

Musikalisch eindrucksvoll umrahmt wurde der Gottesdienst mit sehr harmonischem Gesang und eindrucksvollen Liedtexten von Annette Schröder, Katja Tscherter und Volker Schnebel, am Keyboard begleitet von Konstantin Bläsi. Firmlinge aus der hiesigen Pfarrgemeinde hatten Schalen getöpfert, die nach dem Gottesdienst verkauft wurden, deren  Erlös kam Firmlingen aus Peru zugute.

Die Kollekte aus dem Gottesdienst und die überschüssigen Einnahmen von anschließenden Speisen.- und Getränkeverkauf wurden für eine Familie in Ahrweiler gespendet, die ihr Haus durch die Flutkatastrophe verloren hat. Gerne wurde das Angebot genutzt, nach dem Gottesdienst noch in geselliger Runde zusammenzusitzen.

 Bild: Winfried Wendle

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