Pilgerwege zum Klimagipfel

Ichenheim (df) Zur Vorbereitung auf die Klimakonferenz in Paris Ende November hat am vergangenen Donnerstag eine Pilgergruppe auch in Ichenheim haltgemacht.
Ziel des Klimapilgerns ist es, sowohl die Bevölkerung als auch die Politik in Bewegung zu setzen, damit der Klimawandel als globales Problem ernstgenommen wird und nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden, ihn zu begrenzen.
Eine Gruppe von knapp 20 Pilgerinnen und Pilgern war vergangene Woche fünf Tage lang am Oberrhein und im Ried unterwegs, machte in verschiedenen Dörfern halt und lud an den Abenden zu Informationsveranstaltungen ein.
In Ichenheim wurde der Film Age of Stupid gezeigt. Nach der Klimakatastrophe schaut im Jahr 2055 ein einsamer Überlebender in einem Archiv auf die Entscheidungen, die verschiedene Menschen zu Beginn des Jahrhunderts in Bezug auf den Klimawandel getroffen haben.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass in der heutigen Zeit die wesentlichen Entscheidungen für die Zukunft des Klimas und damit für das Leben auf der Erde getroffen werden. Gleichzeitig ist das Bewusstsein noch wenig verbreitet, dass nach Erkenntnissen der Klimaforscher kaum noch Zeit bleibt, bevor die Entwicklung nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Ziel der Pilgergruppe, die in Ichenheim zu Gast war, war das große Klimapilgertreffen in Straßburg am vergangenen Samstag. Dort wurde in einem Gottesdienst der Pilgerstab an diejenigen weitergereicht, die von Straßburg über Metz nach Paris weiterpilgern werden. Bei einer Kundgebung mit den evangelischen und katholischen Bischöfen aus Baden und dem Elsass wurde deutlich, dass sich sowohl die Kirchen, als auch die Politik in der Verantwortung sehen, nachhaltig Klimaschutzziele zu verfolgen. An der Demonstration in Straßburg nahmen 350 Pilgernde teil.

Zurück