Treffen der ehemaligen Ortsvorsteher

Neuried (df) Das diesjährige Treffen der amtierenden und ehemaligen Ortsvorsteher der Gemeinden Friesenheim, Neuried, Meißenheim und Schwanau, das vor Jahren auf Initiative des des ehemaligen Ortsvorstehers aus Kürzell Hermann Vogel ins Leben gerufen wurde, fand am Freitagnachmittag, diesmal in Neuried statt. Ichenheims Ortsvorsteherstellvertreter Hans-Jörg Hosch begrüßte die Gäste auf dem Ottenweier Hof, überbrachte die Grüße des erkrankten Ortsvorsteher Ralf Wollenbär und wünschte einen angenehmen Nachmittag . Sein Dank ging an Hausherr Jürgen Seitz, der den Hof zu einem wahren Schmuckstück gemacht hat, für die Gastfreundschaft. Im Rahmen des 950 jährigen Jubiläums das Ichenheim 2016 feiert wird hier eine Frelilicht Theateraufführung stattfinden. Jürgen Seitz lud zu einem kleinen Empfang mit Sekt und Most ein, gab einige zum Nachdenken anregende Lieder und die Geschichte des Hofes, den man anschließend besichtigte, zum besten. Der Ottenweier Hof ist Rest der 1347 erwähnten kleinen Siedlung Hottenwier. 1491 im Zeichen des Ritterschaftsbundes wurden alle Gebäude außer dem Rittergut, dem heutigen Ottenweierhof, zerstört. 1735 kam Freiherr von Dungern, der sich der Glaubensgemeinschaft der Täufer, auch Wiedertäufer genannt, angeschlossen hat auf den Ottenweierhof. Dies belegen im benachbarten Täuferwald zwei Sandsteintische zwischen denen sich eine Senke als Zeremonialplatz befand. Danach erwarb der Lahrer Freiherr von Lotzbeck, der den Tabakanbau in Deutschland eingeführt hat, den Ottenweierhof. Die Gemeinde Ichenheim kaufte 1910 den Hof. Dieser befand sich ab den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts in einen desolaten Zustand und wurde 1980 von Jürgen Seitz übernommen. Jürgen Seitz meinte, dass viele damals sagten, nur ein Verrückter nehme eine solche Aufgabe in Angriff, aber er finde es herrlich ein Verrückter zu sein, so beschrieb er sein Lebenswerk. Eine Besichtigung, die im Backhaus begann, dem ältesten Gebäude, das schon 1618 bestand, der Kapelle, dem ehemaligen Stall, heute Veranstaltungsraum, einem alten Klassenzimmer und dem Trachten - und Musikzimmer, in dem Jürgen Seitz musizierte, schloss sich an. Nächstes Ziel war in Dundenheim die Firma Warimex Chiara Ambra, wo man von Firmenchef Michael Schmiederer und seiner Familie empfangen wurde. Bei einer Führung durch den Betrieb durch ihn und seinem Sohn Tobias Schmiederer erfuhr man einiges über die Firma, die in 84 Ländern mit 17000 Artikeln als Weltmarktführer vertreten ist und in Dundenheim 60 Mitarbeiter zählt. Dundenheims Ortsvorsteher Hans Mild bedankte sich bei d er Familie Schmiederer für die Möglichkeit der Besichtigung und meinte, die Familie habe sich voll in Dundenheim integriert. Abschluss des informativen Treffens war dann im Gasthaus Ratstüble, wo Altenheims Ortsvorsteher Jochen Strosack zum Abendessen einlud, bestehend aus Aldener Bollesupp, Rindfleisch und Meerrettich und Dessert - früher und auch heute noch ein Hochzeitsessen. Er dankte der Gemeinde Neuried, vertreten durch Bürgermeisterstellvertreter Peter Heuken, wünschte einen guten Appetit in der Hoffnung, dass es allen gut gefallen hat und dass man sich im nächsten Jahr an anderer Stelle wieder trifft.

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